Die Termen “amtlich” und “wissenschaftlich”.

In Deutschland verwechselt man alltäglich und praktisch gern die Termen “amtlich” und “wissenschaftlich”.  Dies geschieht insbesondere in eine Richtung. Verstanden wird das Amtliche auch letztlich als das Wissenschaftliche.

Es spielt hier weniger das Vertrauen eine Rolle. Zunächst begibt sich durch eine arge Verkürzung der Betrachtung das Amtliche in das Selbstreferenzielle. Was macht, ist in Deutschland, das Amt. Die Gesellschaft selbst kann sich ohne das Amt nicht einmal vorstellen. Die Gesellschaft sieht sich, wenn es nicht um Satire geht, als Behörde. Auch in der Satire geht es meistens um Behördenmentalität.

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Ein Zelt, aufgeschlagen mitten in der Nordsee

In Holland sollen sich in erschreckender Weise die Mutanten vermehren. Sie sprießen wohl wie Tulpen dort.

Vorsorglich haben wir hier eine Lockdown-Verlängerung in Deutschland. Für den deutschen Michel ist das das Beste, gibt es da draußen Probleme. Wenn das Wort “Bürger” tatsächlich von “Burg” kommt (Rahim Taghizadegan, s.u.), so kristallisiert unser Zuhause eine neue Form der Bürgerlichkeit heraus: My home is my castle – und mein Office! Beides bildet zusammen ein Knäuel von verwunderlichen Feedback-Schleifen. Wir sollen alle zu Hause bleiben und steuern hier unser Arbeitsleben. Das Arbeitsleben verschwand in der Digitalität und platziert sich als unsichtbarer Elefant in der eigenen Wohnung.

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96,5 % der Corona-Toten waren bis jetzt älter als 60 Lebensjahre alt. 3,5% der Toten jünger als 60 Jahre alt.

 

Der Data Journalist Matthias Janson erläutert das wie folgt:

Ältere Bundesbürger sind von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Wie die Statista-Grafik auf Basis von Zahlen des Robert Koch-Institus (RKI) zeigt, sind rund 89 Prozent der Personen, die im Zusammenhang mit dem Corona-Virus verstorben sind, zum Zeitpunkt des Todes älter als 69 Jahre gewesen. Den höchsten Anteil an allen Todesfällen seit Beginn der Pandemie gibt es mit 46,8 Prozent in der Altersgruppe von 80 bis 89 Jahren. Der Anteil der Todesfälle in der Altersspanne von 0 bis 49 Jahren beträgt lediglich 0,8 Prozent.

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Die Auguren und der Börsencrash

2020, die Börsenkurse stiegen.

Paradox, abgekoppelt auf den ersten Blick von der Realwirtschaft und doch auf den zweiten und dritten deutlich rückgekoppelt mit der Realität.

Einfache Begründung: Wenn man nur im Casino noch Geld verdienen kann und dies muss, gehen viele ins Casino.

Also stiegen die Kurse, während die Vielen im Home Office saßen und Geld in die Hand nahmen, weil so viele teilnahmen.

Die Kurse stiegen, trotz oder wegen Corona und einer darniederliegenden Realwirtschaft (Internetkonzerne ausgenommen). Ein Auslöser genügt zum Strohfeuer, zur Hysterisierung der Kurse nach oben, egal ob der konkrete Auslöser auf die Gesamtheit der Wirtschaft positiv oder negativ gesehen wirkt. Die Vielen als Akteure fühlen sich bestätigt, träumen von einer besseren Zukunft.

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Strategielosigkeit und Inkonsequenz, Leistungsverweigerung

Deutschland ist spätestens 2028 am Ende, nicht unbedingt wegen dem Sozialismus, der ist natürlich auch sehr schädlich.

Eher wegen gesellschaftlicher und politischer Strategielosigkeit und Inkonsequenz in der Wirtschaftspolitik.

Wirtschaft ist in Deutschland eines der kleineren Ministerien anstelle das einzig alleine große Ressort.

Das wird sich angesichts der Player USA und China rächen. Selbst Erdogan wird mit seinem Schwiegersohn eine bessere Performance mittelfristig hinlegen, weil die zwei Herren einen Plan und eine Strategie haben.

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Joe Kaeser Interview zum Abschied – Ming Zeng

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/interview-siemens-chef-kaeser-mikroelektronik-ist-fuer-die-industrie-von-morgen-wichtiger-als-software-und-die-cloud/26841186.html

Laut meinem Wissen liegt Joe Kaeser falsch mit seiner von ihm im Interview vorgenommenen Herabstufung der Bedeutung von Plattformen gegenüber Apps, die auf ihnen/ mit ihnen hausen. Alles ist ein Organismus.

Aus der Agglomeration von Daten entstehen Geschäftsmodelle, neue Iterationen von Wirklichkeiten, Lebenswelt.

Verbindung ist das Herz der Geschäftsprozesse, ihrer Realität. Natürlich darf der Chip nicht dumm und muss distinktiv sein. Aber die Konstruktion der Siedlungsplattform als das eher planetarische Modul im Gegensatz zum Mikrochip hat mindestens gleiche Wichtigkeit. Und es geht, oft genug noch, um den Menschen.

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Eine Spur von Peter Thiel

https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/valar-ventures-peter-thiels-neue-investment-sympathie-fuer-europa/26795334.html

Das gehört noch einmal viel genauer auf den internen Analyse-Tisch und wird hiermit vorgemerkt:

14.01.2021 – 04:00 Uhr

“…So führt seine Investmentgesellschaft Valar Ventures eine neue Finanzierungsrunde in Höhe von 21 Millionen Euro der deutschen Geschäftsbank Moss an, die früher unter Vanta firmierte. Mit der jüngsten Kapitalspritze kommt Moss nach Angaben des Mitgründers und Geschäftsführers Ante Spittler auf eine Bewertung im dreistelligen Millionenbereich. „Moss will die Unternehmensausgaben für Betriebe digitalisieren, die zwischen 20 und 500 Mitarbeiter beschäftigen“, sagte Spittler dem Handelsblatt.

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Berlin Corona-Lagebericht 4.1.2021 I Inzidenzen nach Altersgruppen – warum hat die Schule zu

Berlin Corona-Lagebericht 4.1.2021 I Inzidenzen nach Altersgruppen – warum hat die Schule zu

Quelle: LaGeSo. https://www.berlin.de/corona/lagebericht/

Berlin Corona-Lagebericht 4.1.2021 I Inzidenzen nach Altersgruppen – Warum hat die Schule zu?

Die Inzidenzzahlen der Kinder in den Schulen und Kindergärten in Berlin liegt derzeit bei den bis 14 Jährigen bei dem max Wert 51. Also, maximal 51 Fälle pro 100.000 Personen Bevölkerung jeglichen Alters, somit deutlich im gewünschten Rahmen der Nachverfolgbarkeit mittels Bleistift, Papier, Fax und Telefon.

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Haben Sie einen Beweis

Nassim Nicholas Taleb:

Die “Haben Sie einen Beweis” Täuschung, bei der der Umstand, dass bislang kein Beweis für Schädlichkeit vorliegt, damit verwechselt wird, dass es keinen Beweis für Schädlichkeit gibt, ähnelt dem Irrtum, keinen Beweis für eine Krankheit mit einem Beweis für keine Krankheit zu verwechseln. Letztlich läuft es auf Irrtum hinaus, das Fehlen eines Beweises mit dem Beweis für ein Fehlen zu verwechseln – ein Irrtum, der schlauen und gebildeten Leuten häufig unterläuft; man könnte den Eindruck gewinnen, aufgrund ihrer Ausbildung würden solche Menschen selbstbestätigender argumentieren und seien daher stärker gefährdet, auf logische Irrtümer hereinzufallen.

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Christian Lindner als Mieter von Jens Spahn

https://www.tagesspiegel.de/politik/kritik-an-privatem-immobiliendeal-jens-spahn-ist-seiner-verantwortung-nicht-gerecht-geworden/26741038.html

“Die Opposition im Bundestag fordert Aufklärung über das Immobiliengeschäft zwischen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und dem von Spahn zum Chef der Gematik GmbH ernannten Markus Leyck Dieken. Aufgrund des „engen zeitlichen Zusammenhangs“ zwischen dem Wohnungskauf und der Berufung des Verkäufers zum Geschäftsführer der staatlich kontrollierten Gematik sei Spahn „gut beraten, für Aufklärung zu sorgen“, sagte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer. (…)

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die Sonne geht nicht auf

Dass die Erde sich um die Sonne dreht – ist, geschichtlich, ein typisches Beispiel von Querdenken. Die Sonne geht nicht auf und nicht wieder unter.

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Zum Lockdown macht mich eine Statistik in einem Kommentar in der Welt nachdenklich.

https://www.welt.de/politik/ausland/article222698426/Corona-Politik-unter-Trump-Wir-wollen-dass-sie-sich-anstecken.html

Darauf im Kommentar, von mir noch ungeprüft wiedergegeben – er zitiert zunächst aus dem Weltartikel, bevor er kommentiert – :

Oxymoron 

“Der Präsident und manche seiner Helfershelfer in der Regierung haben in der Corona-Pandemie mit dem Leben der Amerikaner gespielt. Mehr als 300.000 Tote sind das Ergebnis.” Schön geframed, Gratulation. In absoluten Zahlen sieht es so aus, ja.

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Vermögensraub

Nun diskutieren die Politiker, wie sie die Staatsquote erhöhen werden. Sie bemängeln, dass die Reichen einfach wegziehen können.

Sie wollen mit dem, was sie als das ihrige betrachten, nicht so viel Schulden haben. Sie wollen ihr sprudelndes Pfund, mit dem sie wuchern können. Pöstchen hier, eine neue Verwaltungsstelle da. Und Beraterhonorare, damit man in den Verwaltungen nicht auch noch arbeiten muss. Sie beschäftigen sich schließlich, 4 lange Jahre lang, nachdem sie als Kollektiv gewählt sind, mühsam mit der geschickten Inszenierung der Ausgaben.

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Lehrer und Kannibale Tabu

Krumme Gestalten, vom Wind gebissen – Monika Maron

Ich hab sie das erste Mal gelesen. Das Buch geht so munter daher. Da wird die Literatur zum Nachbarn in Berlin, zur Freundin in Mecklenburg, nahe an der See. Da wird aus der Seele gesprochen.

Man hört zu, kichert, lacht.

Altbekanntes.

Verdammt lang ist es her, so angefasst, seelisch jemandem plötzlich bei der Hand zu sein. Dieses Geplauder über den Hund, eine Zugfahrt, eine Begegnung hier und da und über das, was man gelesen hat. So sich in einem Gespräch gebannt sehen und Wort bei Wort, Seite für Seite, ich als Leser, dort ein Schriftsteller, der was schreibt. 

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Akasol – eine Erfolgsgeschichte – LKW mit 1 Megawattstunde für 700 km

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/familienunternehmer/neue-gigafactory-deutscher-batterie-spezialist-akasol-mehr-erfahrung-als-nikola-tesla-und-hyzon-zusammen/26590564.html

„Damit kommen wir in Anwendungsbereiche, die bisher dem Verbrenner vorbehalten sind“, erklärt Schulz: „Wir können zum Beispiel einen Lkw mit bis zu einer Megawattstunde ausstatten, die je nach Bedingung der Fahrtstrecke für 700 Kilometer und mehr reicht.“ Er geht zudem davon aus, dass die Technologie noch nicht am Ende ist. „Bis 2024 werden wir eine weitere Steigerung um 30 bis 35 Prozent sehen.“

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3 Bücher – Wie ich meine Zeitung verlor- Als Berlin brannte – connected by design

Hallo lieber L.,

ich versuche Dir zu erzählen, was nicht direkt auf den Buchdeckeln steht, was ich gefunden habe, mit den Rezepten, die ich für mich aufgestellt habe:

1. Rezept: Bleibe nicht ausschließlich in der meist negativ empfundenen punktuellen Gegenwart.

Hierzu verhilft die Bekanntschaft mit Herrn Hans-Georg von Studnitz. Studnitz habe ich lieb gewonnen, wie er erzählt, mondän, sensibel, kritisch, distanziert und mittendrin. Er hat Haltung, ist nie weit weg von dem, wie man als Beobachter selber die Dinge durch sein Erzähltes sehen kann, und doch läuft er mit in der NS Zeit. Es steht mir allerdings nicht zu, ihn dafür zu kritisieren. Interessant ist sein heller Geist, eine unglaubliche Formuliergabe, seine Kritik an der Außenpolitik im Hitlerreich, die er auch im Amt formuliert und vorträgt. Was du da hast, ist sein Tagebuch. Die Administration im Hitlerreich war deutlich komplexer aufgestellt, als es oft dargestellt wird. Viel hing von einzelnen Personen ab. An seinen Schilderungen seines Chefs wird das sehr deutlich. Man ahnt auch schon an Studnitz Ausführungen im Tagebuch, wie wenig und wie selten der Deutsche Außenpolitik als diplomatisches Handwerk kann. War damals nicht anders als heute. Und was für Elend das verursacht, welche Freiräume ungenutzt blieben.

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Liebig34 – ein Kommentar von Alexander Fröhlich im Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/berlin/nach-der-raeumung-in-friedrichshain-die-liebig34-wird-ideologisch-ueberfrachtet-und-berlin-immer-enger/26262642.html

Das “Enger” meint den Horizontverlust, die Welt für sich aus der Perspektive eines sich selbst gegönnten anarchischen Kindergarten zu sehen. Und dann, aus dieser Maulwurfsperspektive – während einer Pandemie – die Kabel der S-Bahn zu durchbeißen, weil die Perspektive so, nur so elend kurz reicht. In spätestens 30 Jahren, kontradiktional, werden wir den Mars kolonisieren, so das konkrete Projekt von Elon Musk. 

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Zusatzkosten in einem Projekt mit einem unserer guten Kunden in München

Ein guter Kunde schlägt, nachdem plötzlich beim Verpacken doch noch Zusatzkosten aufplöppen und diese unsere Marge auffressen würden, letztendlich vor, diese hälftig zu übernehmen. Wir bedanken uns.

Er antwortet:

“… fein, gemeinsam rein, gemeinsam raus.”

Das ist eine Erwähnung wert.

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Wirecard, EY, Ministerien

Was mir so weltfremd daherkommt, ist, dass in Presse-Deutschland ein Sumpf aus Vetternwirtschaft, Versprechen, Zahlungen und Bestechung auch dann immer noch nicht erwogen wird und journalistisch aufgeklärt wird, wenn schon alle Fakten laut danach schreien.

Warum wohl wandern aus den Schnittstellen in der Politik immer so viele ab in die “Wirtschaft”?

Und wo ist in diesem Falle das Geld geblieben und wurde es eingesetzt, um Dinge zu vertuschen und zu verzögern oder zu verdecken? Wo bleibt die deutsche Presse? Das war früher beim Spiegel anders, heute ist es ein Schnarchblatt und schnarcht wie viele andere auch.

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