Linkshegelianischer Gestus und die Borniertheit des Denkreflexes

Eine erhellende Diskurseinordnung vom Status Quo des linkshegelianischen Gestus und dem resultierenden, mittlerweile ordinär gewordenen Massenphänomen der Diffamierung durch Hans Ulrich Gumbrecht mit einem wesentlichen Verweis auf Habermas. Denken war über lange Strecken linkshegelianische Zucht und Ordnung und im entsprechenden Drehkreisel im Ergebnis apportiert. Das hat nun ein müdes Ende: die Borniertheit des Denkreflexes. Kritik und Vorurteil fallen gesellschaftlich einseitig in sich zusammen.

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der scheele Blick auf die USA

Beschämend arm ist es, wenn man nicht einmal dort einen hat. Den eigenen moralischen Kompass gegenüber den Ayatollas im Iran hat das offizielle Deutschland nie gefunden. Aus diesem Nichts heraus kommt der scheele Blick und das vielseitige Gerede über die USA wird naheliegend. 

Ein solcher Kompass könnte doch im eigenen Besitz sein, auch wenn der Besitzer sich nicht selbst verteidigen kann. 

 

Eine wohltuende Ausnahme bildet, auch in der Welt, der Kommentar von Antje Schippmann. https://www.welt.de/debatte/kommentare/article204763402/Irans-Terror-Deutschland-ist-weiter-auf-der-falschen-Seite.html

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Die Engel sind zwei Poeten, sagt Igor.

Die Engel sind zwei Poeten, sagt Igor.

 

(Zwischen den Tagen haben wir als Familie “Himmel über Berlin” im Lichtblick-Kino geguckt.)

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Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad – I am WDR Kinderchor

“Im Originallied geht es darum, dass die Oma im Backenzahn ein Radio hat, dass sie eine Brille mit Gardinen trägt, dass sie Toilettenpapier mit Blümchen hat, dass sie eine Glatze mit Geländer hat, dass sie einen Kochtopf mit Lenkrad besitzt, dass sie Krückstock mit Rücklicht hat, dass sie einen Löffel mit Propeller hat, dass sie einen Nachttopf mit Beleuchtung besitzt, dass im Suppenteller U-Boot fährt, dass sie ein Waschbecken mit Sprungbrett hat, … dies kann so weiter gesponnen werden.”

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Übertragung

Immer mehr verstehen

heißt nicht

Näherkommen.

 

Verkümmern

kennt das Wesentliche, welches

fortbleibt.

 

Die eine Seite, die andere

kommt nicht zurück.

 

 

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Der König Friedrich der Große

Es ist nicht das erste Mal. Aber heute, als ich wieder über die Schlachten Friedrichs erfuhr,
stockte mir das Herz.

 
Ich hab ihn so lieb gewonnen, wie einen Ahn,
der nah vorbeigekommt. Beteuert, nicht nachlässt.
 
Die Mongolen haben, nach dem 30. Jahr, die Ahnen
auf der Schulter sitzen. – Sie werden in gewisser Weise adoptiert von einem Ahn,

 
ob sie wollen oder nicht. Und sie wollen nicht. Seine Jugend, seine Tändelei.
Niemand wusste, was Großes ihm erwuchs. Ihm war davon nichts klar.

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Den Sieger trifft keine Schuld

Vom Paradies wollen wir nicht reden,
den Sieger trifft keine Schuld.
Gott redet auch mit Kain nicht über das Paradies.

Brüsk geht das Leben weiter,
Es ist ein Hochstapler, belohnt den frechen Schuldigen,
Kain, den Brudermörder und Lügner.

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Wir schaukeln in einer nichtssagenden Zukunft herum.

Wir schaukeln in einer nichtssagenden Zukunft herum.

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Indoktrination und der vermurkste Begriff des Framing der Elisabeth Wehling

Propaganda wird niemals sterben.
Kluge Menschen müssen sich darüber klar werden, dass Propaganda
das moderne Instrument ist, mit dem sie für konstruktive Ziele
kämpfen können, und das ihnen hilft, Ordnung ins Chaos zu bringen.

(Propaganda. Die Kunst der Public Relations.
Copyright 1928 und 1955, Edward Bernays. Seite 133. Orange press, 2007)

 

Gerade politische Parteien wie die Grünen entdecken aktuell ihren Machtzuwachs aus erlebbarem Ereignis und Programm. Sie erkennen wie ihnen die Oberflächen von Framing zulächeln können. Ein Sieg durch die Institutionen wie in den Hölzern des Hambacher Forsts reicht nicht. Macht muss heutzutage lächeln, siehe den ewig lächelnden Pandabär Xi Jinping.

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Der eingebildete Einzeller. Ein Psychopath und Rückwärtsgeher.

Der Mensch versteht sich als I n d i v i d u u m. Dieses sieht sich wiederum als Personalität. Person, also etwas Besonderes zu sein, ist in der Natur etwas sehr normales.

Der Mensch baut Kokons aus Vorstellungen. Diese interpretieren gemäß einem natürlichen Sinn. Sie dienen dem Überlebens- und Fortpflanzungsinstinkt.

Foto von Robert John Welch (1859-1936)

Diese Vorstellungen treten jeweils als einzelne auf, blasenartig, und dies natürlich massenweise. Sie halten ihr Inneres fest umschlossen wie die Kabinen auf einem Kreuzfahrtschiff dies tun.

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Alternativlosigkeit

Im Management gibt es immer eine Möglichkeit – wenn nicht vorne, dann hinten heraus.

Lena  (Senior Strategie Manager, Moskau)

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Information und Genom

Information hat heute für sich keinen besonderen Wert. Sie ist inflationär. Sie teilt die reale Welt hierarchisch auf und sortiert in ihr zu.

Ihr Wert kann in einer Hyperwelt nur begrenzt reell unterhalb, oberhalb, zwischen den Informationen aus Relationen, Symmetrien, Aufgaben und Zielen geschöpft werden, um näher an Sorten und Eigenarten von Extradimensionen zu gelangen. Allerdings gibt es auch unterhalb von Sprache, Kunst und Geste unsprachliche Information, ein Zeigen, Zeichen, die Unterschiede signalisieren, Markierungen, Signaturen, Schrammen, die ebenfalls systematisch bzw. systemisch ausgelesen werden können und Unterschiede verursachen.

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Folgen der Fiktionalisierung der eigenen Fussstellung

Die heute angetretenen Weltmodelle unterscheiden sich radikal, gnostisch – hell und dunkel, Netz gegen Hierarchie, Foto gegen Film, Universum gegen Polyversum, relationale Struktur als einziges Sein, Ding in der Struktur, kolonialer Diskurs gegen G7-Hyperrealität und gegen vorkoloniale Sklaverei, eingewickelte, komprimierte Wirklichkeitsdimensionen gegen die Alltagsauffassung hergebrachter naturwissenschaftlicher Objektivität usw.

Selbst die mitverordnete Verortung der Kultur (Homi K. Bahbha) reduziert sich zu oft auf die Sicht des Beobachters, der in seiner Kultivierung der Sicht damit zum Art pour Art Strukturenkünstler wird oder zum liberal verstandenen Vernünftler im Sinne von Michael Walzer, der die These vertritt, „daß der Liberalismus in seinen heute üblichen Varianten eine unzulängliche Theorie und eine untaugliche politische Praxis ist“. (Vernunft, Politik und Leidenschaft, Martin Walzer, Seite 8, Fischer Verlag, 1999) Der Strukturenkünstler kann das Holografieren des Signierbaren einsam oder in der Gruppe tun, mit Publikum oder ohne.

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Rückkehr nach der Mitte des Lebens

Der Gewissenhafte
wendet sich nach
Abbruch der Jugend
dem Materiellen zu.

Meine Jugend: Besoffen von Prana…
meine Rückkehr.

Rücken…
Die Kehre meines Rückens…
Paulus…
Die Säule, die Wirbel…

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Lineares Zeitempfinden

Stets kommt die Angst im sich trainierenden Bewußtsein vor der Wahrnehmung der Zeitlichkeit. Unser kollektives, lineares Zeitempfinden ist ein Doppeltes: herdenhafte Übersprunghandlung und Ersatz”befriedigung”, die nichts so richtig hilft.

Die nicht linear wahrgenommene Dimension des Räumlichen gleichlaufend in seinen den Sinnen und der Vorstellung möglichem Maximum “korrigierend”, obwohl Äpfel mit Birnen verwechselnd, hinzuzudenken, hilft dagegen etwas diese ungesunde Verengung in der Herde von Punkt zu Punkt zu mildern durch eine ausreichende Kugel, die sich um die Empfindung bildet. Eine Rätsels Lösung ist es allerdings nicht. Das Leben bleibt sehr dünnhäutig und darin kann es seine Eleganz nie loswerden, seine Kunst, bis es sich aushaucht.

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Erwiderung zu Prof. Dr. Johannes Heinrichs in der Flüchtlingsfrage

Antwort auf “Kulturelle Solidarität – der unerkannte Kern des Migrationsproblems”, erschienen in “Aufklärung und Kritik” 1/2016.

Eine gute Philosophie käut nicht wieder, erkennt Neues. Philosophie erweist diesem R e s p e k t und stellt sich mit dem Vorgefundenen in seiner Verfassung in Frage. Das bisher Unbekannte bleibt sonst weiterhin d u n k e l.

Vor diesem D u n k e l b l e i b e n wäre sonst natürlich alles schon einmal Gedachte sehr erhellend.

Nicht einmal so welt- und gefühlsbewegende Ereignisse wie der europäische Neuadvent des Flüchtlingsstroms – die neue Mobilität der Zivilisten, des weltweiten Lumpenproletariats – die vulgär, ohne ein Hinterfragen der Realität, schmälernd als Flüchtlinge gekennzeichnet werden, führen zu Rissen oder neuen Schlüssen oder einem Umsturz im Elfenbeinturm. Johannes Heinrichs ist da leider keine lobenswerte Ausnahme. Seit Jahren stellt er andere von oben herab in die dumme Ecke (u.a. Jürgen Habermas). Dann beginnt er wieder sein System zum tausendsten Mal als das im Menschlichen alles wohl und passend Erklärende auszudeklarieren.

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