Feindliche Agenten in der Öffentlichkeit des Westens – Jürgen Habermas

@Diergarten1 Achim Diergarten schreibt heute auf Twitter frei nach Jürgen Habermas (Habermas kannte in seiner ganzen Lehre keine Unterwanderung der Öffentlichkeit. Unter diesem Aspekt sollte man seine Habilitation neu lesen. Für Habermas war in Nachkriegsdeutschland die Welt selbstverständlich eine einzige Republik. Mir sind zu feindlichen Agenten keine Kommunikationstheorien dieser Leerstelle in der Philosophie bekannt.
Die Frage von Achim Diergarten kommt von sowas.
Das abgezirkelt akademisch offizielle deutsche Denken von Kommunikation ist nicht zuletzt wegen Habermas wesentlich totalitär naiv. Ausnahme Niklas Luhmann):
“Ich frage mich immer bei Leuten, die ich grundsätzlich für intelligent halte, wie es kommt, dass diese die Realität verzerrt wahrnehmen? Intelligenz setzt voraus, dass man beide Seiten anschaut. Aber diese Menschen ignorieren bewusst Fakten, um ihr Narrativ nicht zu gefährden.”
Diergarten bezieht sich auf Franziska Davies, die das prorussische Treiben von Michael Meyen, IfKW Munich @ifkw_lmu – Professor für Allgemeine und Systematische Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians Universität München brandmarkt. Achim Diergarten wundert sich zumindest rhetorisch über diesen Professor und seine Verdorbenheit.
Replik im Sinne von Bruno Latour, Baudrillard und Niklas Luhmann:
Definieren wir aus Sicht der Demokratiefeinde, wie es penetrant oft geschieht, “Demokratie”, “Westen” als feindliches System, so folgt logisch: Durch alle Arenen der Medien- und Politikwelt hindurch kommen Agenten “im feindlichen System” mit Hilfe anderer Agenten und Hilfsmaßnahmen derer Netzwerke oder aufgrund einer Quote nach oben. Aufgrund ihrer exotischeren Perspektive klingt ihr Querfrontgeschwafel intelligibel, ohne es zu sein.
Sie erkennen sich untereinander an ihrem kommunikativen Mindset, ohne sich ihre Verpflichtungserklärungen vorlesen zu müssen. Ihr Erkennungsmerkmal, wenn sie sich kommunikativ relativ offen geben: Sie “ignorieren” bzw. negieren, bzw. zerreden und zerstören stets noch Reales des von ihnen angegriffenen Systems, da sie tatsächlich auf Mission sind. Dies nannte man früher Zersetzung.
Sie schaffen sich eine Agententätigkeit als Selbstverständlichkeit rechtfertigende Gegenwelt, ihren Kokon, ihre “Medienwelt” (s. George Orwell aus aufklärerischer Sicht bzw. positivistisch als Lehre in wenig verblüffender Weise Michael Meyen oder Lawrow in seinen Äußerungen als Außenminister Russlands).
Das “ignorierte Reale” (zu dieser bezeichnenden Bewertungsäußerung eines faktischen kommunikativen Angriffs kommen leider die naiv Demokratie Inhärenten wegen ihrer Binnenwahrnehmung), also das Ziel der Zersetzung, ist stets das Herz des angegriffenen Systems, sein Takt, sein Geist im Kleinteiligen wie im Großen. Gerade Kommunikation und Medien, gern auch Religion, Ethik, als Transmitter und Bündeler von Kommunikation dessen, was dann öffentliche Meinung generiert, muss in einer Demokratie die Angriffsebene für Feinde einer offeneren demokratischen Verfasstheit sein, weil letztere die Demokratie mit garantiert (medium is message). Somit kippt man dort, kippt das System. Es löst sich gemäß dem Turmbau zu Babel zunächst in ein Gewirr von Tendenzen auf.
Das Demokratische wird gewissermaßen vernebelt; es breitet sich in der Öffentlichkeit potentiell Unordnung aus. Bürger werden wütend. Soweit das Interessante an Medientheorie (Zweckverfolgung von Unterwanderung, von feindlicher Übernahme).
Und Teilnehmer des Systems, die naiv inhärent ihre Perspektive beibehalten und aussitzen, verstehen das nicht, da sie sich weder selbst von außen wahrnehmen noch ihr Habitat aus dieser Perspektive abstrahiert sehen wollen. Sie wollen nur von innen wie im Frieden verharren und sich nicht angegriffen fühlen. So ist und war der deutsche Michel.
Demokratie muss ein gesundes Abwehrsystem haben und nicht ausgerechnet die falschen Professoren für Medientheorie.
Unser demokratisches Immunsystem schläft sehr tief und bereits sehr lange. Das Verpassen des Erwachen kumuliert heute rasant und kann qualitativ kippen. Die Demokratie verschwindet. Das zu kommunizieren, ist kein Alarmismus.
Warum verschwindet die Demokratie? Weil der schlafende Bürger sich um sein Haus der Demokratie nicht kümmert. Er meckert nur im Traum und lässt “die Politiker” machen. Er muss von seiner Couch herunter, selbst in die Politik gehen und aufwachen zur Mündigkeit.
PS zum Münchener Quotenossi (da haben sie sich ja ein schönes Ei ins Nest gelegt und da fällt in München niemandem etwas rechtzeitig auf): Michael Meyen wurde zur DDR Zeit auf Rügen geboren, 1967. Zur Zeit der Integration der DDR in die BRD war er bereits über 20 Jahre alt. Seitdem trägt er zur Diversität bei. Meyens Mutter war Lehrerin für Russisch und Geschichte und Mitglied der SED

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