Intersektionalität vor dem Hintergrund des parallel gedachten Endes der Geschichte

Zur schnelleren Vertiefung und zeitgeschichtlichen Einordnung des Begriffs “Intersektionalität” lohnt sich meiner Auffassung nach auch ein referenzieller Rekurs in das “unfertige” Essay von Àgnes Heller, Vom Ende der Geschichte – Die parallele Geschichte von Tragödie und Philosophie, 2020, Edition Konturen.

 

Zum Zusammenspiel von postmodernen Cyborg-Barden und Historikerinnen im Spiel “Fortschritt Freiheit” gibt es da folgende Fundstelle:

“Alle drei Bestandteile der Moderne sind in Europa geboren, nirgendwo sonst.  Aber die Moderne ist nicht mehr europäisch. So wie der Homo sapiens angeblich in Afrika geboren wurde und die Menschheit als solche nicht afrikanisch ist, so wie die Hochkultur in Asien geboren wurde und die Hochkultur nicht mehr asiatisch ist, wurde die Moderne in Europa geboren, aber sie ist inzwischen nicht mehr europäisch. Hegel konnte noch nicht sehen, wie schnell dies geschehen würde (er sah nur Amerika und Russland als zukünftige Mächte der Moderne). Es gibt nur noch wenige “Inseln” vormoderner Lebensformen in unserer Welt, die europäische Idee der “Universalisierung” wurde Wirklichkeit. Und wie bei allen transzendentalen Ideen ähnelt die empirische Welt, in der sie Fuß fassen, nicht sehr der Idee. Ideen werden nie verwirklicht, keine von ihnen wird es, aber sie verändern das empirische Leben.

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Afghanistan, die Phrase Hindukusch, die Taliban und Norbert Röttgen

Es kann, es wird schlimmer kommen.

Manchmal ist eine Kolonisation – wie in Afghanistan durch die Russen, dann durch den Westen geschehen – teuer an Geld, Menschenleben und ausbleibendem “Fortschritt”.

Nüchternheit hält der Westen nicht aus. Hier wurden nur falsche Erwartungen enttäuscht.

Die jetzige Abgabe / der Verlust der Kontrolle hingegen wird heillos sein, unberechenbar, gefährlich und damit die größere Dummheit.

Die unter dem Treiben der Steinzeitmänner lagernden Bodenschätze für die High tech – Zukunft und Gegenwart gehen bald an die Systemkonkurrenz des Westens, an China, Iran und Nordkorea. Norbert Röttgen wird in allen Punkten Recht behalten. 

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